Gemeinschaftsschöpfung

Eine Gemeinschaft braucht Werte und Ziel, dann entsteht eine Schöpfungsgemeinschaft. Als Menschen erschaffen wir unsere Realität in jedem Moment. Wir sind auf diesem Planeten, um zu erschaffen. Wir beabsichtigen gemeinschaftlich nur Projekte zum höchsten Wohl der Erde und zum höchsten Wohl aller Lebewesen zu erschaffen. Wir erkennen uns als höchster Wert und daher leben wir den höchsten Wert. Das Urwissen beschreibt dies im Ritual Ho`oponopono, als das Prinzip des Ausgleichs, der Weg zurück zum Herzen. „Ich bin was ich bin, weil wir sind was wir sind, und wir sind was wir sind, weil ich bin was ich bin.“ Eine weitere Grundlage findet sich im Kommunitarismus (lat. communitas ‚Gemeinschaft‘), einer Lehre über die gelingende Gemeinschaft. Nur durch das verantwortungsvolle Miteinander kann Solidarität, Gleichwertigkeit und Gerechtigkeit entstehen. In dieser Gemeinschaft existieren gemeinsame Traditionen, Werte und Moralvorstellungen. Kultur entsteht nur dann, wenn diese gemeinsamen Aspekte ausgelebt werden. Dies setzt voraus, dass jeder Einzelne einen aktiven Part im Ganzen übernimmt. Jedes Handeln muss im Ausgleich mit der Gemeinschaft stehen, ein Zuviel und ein Zuwenig sind Ausdruck von Disharmonie. Demzufolge erzeugt jeder mit seinem Gleichgewicht, das Gleichgewicht der Gemeinschaft. Das Selbstbewusstsein des Einzelnen ist das Selbstbewusstsein der Gemeinschaft. Um der Gefahr der Unterhöhlung und des Egoismus zu entgehen, benötigt es ein Erwachen des Einzelnen, wodurch ein natürlicher Gleichgewichtszustand entsteht. Der Kreis drückt das Gleichgewicht aus. Überall wo ein intakter Kreis entsteht, entsteht bereits die Vernetzung, auch in die Gesamtheit. Die kreisende Vernetzung bezieht sich nicht bloß auf abstrakten Informationen, sondern auch auf Gruppen, Werte, Einzelprojekte und Erkenntnisse. Durch die Erkenntnis jedes Einzelnen entsteht bereits ein Wert. Das Bindeglied zwischen Geist und Materie drückt sich im Projekt organisatorisch durch das „Fließende Geld“ aus. Durch den höchsten Wert fließt die Energie immer in den Zustand des höchsten Gleichgewichts, dh. immer in die Gemeinschaft, statt aus der Gemeinschaft heraus. Dieser Ansatz ist diametral zum gegenwärtigen Verhalten der Akkumulation. Wir sind uns darüber im Klaren, dass Geld nur ein Schöpfungswerkzeug auf der materiellen Ebene darstellt. Geld ist ein organisatorisches Hilfsmittel, kein akkumulativer Selbstzweck. Durch Transparenz und Gemeinschaftssinn dient das investierte Geld der Gemeinschaft. Es stellt einen Energieausgleich dar. Es entsteht die Einkommensgemeinschaft. Im übertragenen Sinn wird diese neue alternative Gemeinschaft dem Kollektivismus und Materialismus um Längen überlegen sein.

Das Prinzip der Gemeinschaftsschöpfung ist dezentral, eigenverantwortlich, unhierarchisch und an jeden Ort einfach umsetzbar. Es braucht „nur“ ein Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen. Alles in der Natur gibt sich selbst und empfängt etwas. Geben ist ein Geschenk. Empfangen ist ein Geschenk. Alles was gegeben wird, kommt als Wert zum Geber zurück. Geber und Nehmer sind natürlicher Pole in der Polarität.

In einer zu bildenden lokalen Gemeinschaftsschöpfung bietet sich für Tätige die Möglichkeit Einkommen zu generieren, durch den erschaffenen gemeinnützigen Wert. Langfristig können somit regionale Wertschöpfungskreisläufe aufgebaut werden. Es entstehen regionale Netzwerke, die bereits die höhere Ordnung im Naturrecht repräsentieren. Durch Austausch der Werte, Fähigkeiten und durch „Fließendes Geld“ erhalten sich die Kreisläufe aufrecht. Jeder wird dann zugleich Geber und Nehmer. Dieses Modell gewährleistet auch eine relative Unabhängigkeit vom Markt und den Institutionen.

Ydrazil